Britanniabrücke ist der Name einer über den Conwaybusen und den Menaikanal zwischen dem engl. Festlande ½½ und der Insel Anglese führenden Brücke, welche, wenn auch seitdem dur weitaus kühnere Konstruktionen übertroffen, historisch großes Interesse bietet, da ihre Erbauung Veranlassung zu weitern eingehenden Studien wurde und sie gewissermaßen als der erste Vorläufer unserer modernen großartigen Brüce] Sie en dieser Art erscheint. (S. unter Brücke.) Sie besteht aus einem über jene Gewässer erbauten eisernen Tunnel, welcher 4„ genug hat, den Durchang ganzer Eisenbahnzüge zu erlauben. Als rfinder werden die engl. Ingenieure Fairbairn und R. Stephenson bezeichnet. Ersterer scheint den Grundgedanken dazu gefaßt zu haben; letzterm gehört jedenfalls die weitere ran. Dem und die praktische Ausführung desselben an. em System nach ist sie eine Blechbrücke, deren beide Tragwände zu einem tunnelartigen Kasten von rechteckigem Querschnitt verbunden sind. Der Obergurt besteht aus acht, der Untergurt aus sechs eisernen Röhren (Tubes) von quadratischem Querschnitt. Nachdem mit einem Modell von über 30 m Länge die umfassendsten rlichen angestellt worden, schritt man 1847 zur wirklichen Ausfuhrung, indem man zuerst den Conwaybusen mit einer solchen Brücke von 121, m Länge zu überbrücken anfing. Die Brücke wurde etwa 30m von der Baustelle auf einem Pfahlgerüst zusammengesetzt, von welchem sie durch untergeschobene Pontons bei wachsender Flut ab½½* und auf diesen 6. März 1848 nach der Baustelle geführt ward. Hier wurde die ganze Brücke mittels zweier an beiden Ufern aufgestellten, durch Dampfkraft bewegten hydraulischen Pressen auf die Widerlager gehoben. Die Brücke über den Menaikanal, 1850 vollendet, ruht auf den beiden Widerlagern und drei Pfeilern, von denen der mittelste auf dem im Kanal liegenden Britanniafelsen erbaut ist. Die Spannweiten der vier Felder betragen 70,4 m, 140,2 m, 140,2 m und 70,4 m. Außer der B. führt über den Menaikanal (s. d.) auch eine Kettenbrücke, die 1819—25 Ingenieur Talford erbaute.