Bugeaud (Thomas Rob. de la Picounerie, Herzog von Isly), franz. Marschall, wurde 15. Okt. 1784 zu Limoges geboren, trat 1804 als Grenadier in die Garde, wurde bei Austerlitz Lieutenant, kämpfte 1806 bei Pultusk, dann unter Suchet bei Lerida, Tortosa und Tarragona in Spanien, zeichnete sich als Bataillonskommandeur 13. Sept. 1811 bei Cruz de Ordal hervorragend aus, wurde kurz vor Napoleons I. Fall Oberst und befehligte 1815 die Vorhut des Armeekorps der Alpen unter Marschall Suchet. Während der Restauration außer Thätigkeit, wirkte er in seinem Departement Ea Verbesserung des Ackerbaues und der Lage des auernstandes. Nach der Julirevolution erfolgte 1831 seine Ernennung zum Mareéchal-de-Camp. Ne demselben Jahre trat er als Deputierter von erigueux in die Kammer, wo er sich fortan als eifrigster Verteidiger der Juliregierung erwies. Er wurde 1832 Brigadekommandant in Paris und 0 Anfang 1833 Oberkommandant der Feste Blaye ei Bordeaux, wo er die daselbst gefangen gehaltene Rummer von Berri bewachen +— nder ammersitzung von 1834 verteidigte B. ngen und die in den egen die geheimen Verbindungen un egen den Besitz von Waffen, sowie die Zuschußredite zum Kriegsbudget. Im folgenden Jahre alder er sich gegen die Wahlreform wie gegen das allgemeine Stimmrecht und verfocht alle im Geiste des an Maßregehn In vom Ministerium beantragten Maßregeln. Im J. 1836 nach Afrika gesandt, stieg er nach Entsetzung der an der Tafna von Abd-el-Kader eingeschlossenen Truppen und andern ausgezeichneten Diensten zum Generallieutenant empor. Im J. 1837 ward ihm abermals mit ausgedehnten Vollmachten das Kommando der Abd-el-Kader den Vertrag an der Tafna und erwarb sich durch zweckmäßigere Organisation der bis Anfang 1838 von ihm verwalteten Provinz dankenswerte Verdienste. Nach seiner Rudtehr im Febr. 1838 nahm er wieder seinen Sitz im Centrum der Kammer und sprach namentlich 1840 für die Befestigung von Paris. Dez. 1840 ward er die Stelle des Marschalls Valée zum Generalgouverneur von Algerien ernannt, wo er durch rastlose und energische Thätigkeit (Züge nach Medeah und Milianah, Zerstörung von Tekedempt, Besetzung von Maskara), sowie durch das von ihm befolgte System der Verwaltung und des Kriegswesens (Erleichterung des Gepäcks, Verwendung von Maultieren in der Gebirgsartillerie, Errichtungeine s Kameltrains u. s. w.) selbst einen Teil der Opposition einigermaßen mit sich versöhnte. Nach Ausbruch der Feindseligkeiten mit Marokko drang B. ins marokk. Gebiet und schlug den Feind 14. Aug. 1844 entscheidend am Isly, welche glänzende Waffenthat ihm den Marschallstab und 16. Sept. 1844 den Titel eines Herzogs von Isly eintrug. Nachdem er in den folgenden Jahren im nnern Algiers die Ruhe hergestellt, ward er im dai 1847 nach Frankreich zurückgerufen. Nach Ausbruch der Februarrevolution 1848 erhielt er in der Nacht vom 23. zum 24. Febr. den Befehl über die Armee von Paris, doch wurde ihm derselbe vom Könige schon am andern Tage abgenommen. ch der Proklamation der Republik unterwarf er si derselben förmlich, zog sich aber auf sein Landgut nach Exideuil zurück. Eine Nachwahl brachte ihn in die zuen hielt Zout5 Napt wo er sich zur äußersten Rechten hielt. Louis Napoleon übertrug ihm 1849 den Oberbefehl über die Alpenarmee, doch starb B. schon 10. Juni 1849 zu Paris an der Cholera. Ihm wurde im Aug. 1852 ein Denkmal in Algier gesetzt. B. schrieb: Essai sur quelques manœuvres d'infanteries (1815); Mémoire sur l'impot du sel (1831); «Aperçgus sur quelques détails de la Panmse (1832); „De Porganisation unitaire de arméen (1835); Mémoire sur notre établissement dans la province d'Oran (1838); De l'établissement de colons militaires dans I'Afrique +.— De l'établissement des troupes à cheval dans les grandes fermeso (1841); L'Algérier (1841). Er galt als ein Meister in den Unternehmungen des kleinen Kriegs.