Bedeau (Marie Alphonse), franz. General, geb. 10. Aug. 1804 in Vertou bei Nantes, wurde in den Militärschulen von La Fleche und von St.⸗Cyr gebildet, trat 1825 als Offizier in die Armee, wurde 1831 mit dem Range eines Kapitäns Adjutant des Generals Gerard und wohnte 1832 im Generalstabe der Einnahme von Antwerpen bei. Ende 1836 ging er als Kommandant eines Bataillons der Fremdenlegion nach Algerien, wo er sehr bald um Brigadegeneral aufstieg und 1842 von Marschal Bugeaud mit der obern Leitung der Militär- und polit. Angelegenheiten an der Grenze von Ma rokko betraut wurde. Am 21. März warf B. dor die Scharen Abd-el-Kaders zurück und wohnte in Sommer 1844 den Gefechten bei, welche 14. Aug mit der Schlacht von Isly endeten; im Sept. 184. wurde er a Konfentrre und Oberkommandan der Provinz Konstantine. Von großem Erfolge waren seine Unternehmungen nach dem Aures (184⁵ und nach Bougie (1847). Im Juli 1847 wurde er Gouverneur von Algier, im August desselben Nonat Großoffizier der Ehrenlegion, und im onat Oltober trat er das Gouvernement an den Werdes von Aumale ab. Bei Ausbruch der Feruarrevolution von 1848 befand sich B. auf Urlaub in Paris. Der Marschall Bugeaud +.1 ihm den Befehl über eine der ünf Kolonnen, welche den Aufstand 1. Iununente ollten; aber sein Verhalten gegen die Insurgenten und bei den Vorgänen, die 24. Febr. auf dem Iunrg der Aaroa stattatten, zogen ihm den Vorwurf der Unthätigkeit und Ratlosigkeit zu. Die Provisorische Re ierung ot ihm das Kriegsministerium an, doch zog B. vor, den Oberbefehl über die Armee von Paris zu übernehmen. Während des pariser Juniaufstandes befehligte er eine Abteilung in der innern Stadt und wurde schwer verwundet. Vom Depart. Unterloire in die onstituierende Nationalversammlung gechickt, wurde er von derselben zum Vizepräsidenten ewählt. Dieses Amt bekleidete er auch in der Geetzgebenden Versammlung, in welche er als Vertreter von Paris eintrat und wo er sich der gemäßigten Rechten anschloß. Bei dem Staatsstreich vom 2. Dez. 1851 wurde B. mit den Generalen Lamoricière und Cavaignac verhaftet und in das efängnis Mazas, später nach Schloß Ham Leote hrt und dann nach Belgien entlassen. B. lebte ierauf zunächst in Berlin, später in Belgien, machte odann von der Amnestie Gebrauch, ging nach Nantes und starb dort 30. Okt. 1863.