FeedBusembaum (Herm.)
ReligionBrockhaus 1882

Busembaum (Herm.), ein durch seine Rigfindige Moral berühmter Jesuit, geb. 1600 zu Nottelen in Westfalen, lehrte seit 1640 zu Köln die Moral und wurde später Rektor des Jesuitenkolleiums zu Münster. Als Beichtvater des kriegerischen Bischofs Christop Ganst von Galen zu Münster, dessen Freund und Günstling er war, starb er daselbst 31. Jan. 1668. Berühmt machte er sich namentlich durch seine Medulla theologiae moraliso Münst. 1645; neue Ausg., 2 Bde., Löwen 1848), die bald allgemein in den Seminarien der Jesuiten ätze des Buchs verdammten und man in einigen kath. Ländern dasselbe verboten hatte, 5 erschien es doch in mehr als 50 Auflagen. Der Jesuit Lacroix erweiterte das Duodezbändchen bis auf acht Oktavbände (Köln 1716—33), die mit neuen Zuätzen versehen wurden durch die Jesuiten Montauan (2 Bde., Lyon 1729), Alfonso de Ligorio (3 de., Rom 1757) und Zaccaria (3 Bde., Vened. 1761). Als Damiens dur Last ael auf Ludwig XV. (1757) den Jesuiten zur Last gelegt und aus Lacroix' Erweiterung der Medullas nachgewiesen wurde, daß die Moral der Jesuiten unter Umständen den Königsmord gestatte, ließ das Parlament von Toulouse das Werk öffentlich verbrennen und zwang die Superioren der Jesuiten, vor Gericht zu erscheinen. Diese sagten sich von der darin gepredigten Lehre los, erklärten, den Verfasser nicht zu kennen, und leugneten daß ein Jesuit daran teilhabe, sodaß das Parlament von en sich begnügen mußte, das Buch zu verurteilen. Dies veranlaßte den erte Zaccaria, mit Erlaubnis seiner Obern als Verteidiger B.s aufzutreten. Doch auch diese Verteidigung ward vom Parlament verdammt, worauf der Jesuit Franzoja zu Padua eine neue Verteidigung des Buchs herausgab (Bologna wen welt-geistlicher Stando Goln 1560. en Wit usen, s. unter Brüste. Kantons im Kreise Bo ille) Hauptort eines aIdere Lothringen, am rechten Ufer der Nied und der Kreuzung der Straßen nach Bolchen, Diedenofen, Saarlouis und Sierk, 15 km nördlich von olchen on B. ist Sitz eines Amtsgerichts für den Kanton B., 47½ 1698 C. (darunter 1590 Katholiken) und hat Olmühlen Gipsmühlen, Bierbrauereien, Gerbereien und 11 Jahrbu sowie eine schöne got. 4U4h dem 14. Jahrh. und zwei Brücken über beide Niedarme von 1725 und 1833. m J. 1030 gründete Adelbert aus dem Hause othringen mit seiner Frau Judith in B. eine Abtei, welche 1049 von en Leo IX. besucht und mit ½ und reichen Gaben beschenkt wurde. Klostergebäude brannten 1683 ab; das Kloster mit Benediktinermönchen) wurde 1793 aufgehoben. ie Klosterkirche dient jetzt als Pfarrkirche. Busento (bei den Griechen Pyxous, bei den Römern Buxentius), kleiner Fluß im ehemaligen Lucanien, in der ital. Provinz Cosenza, ergießt sich nördlich von Cosenza links in den Crati, welcher bei den Ruinen von Sybaris in den Busen von Tarent fließt. Als der Gotenkönig Alarich auf seinem Zuge gegen Sicilien in Cosenza vom Tode ereilt war (110 n. Chr.), leitete sein Heer den B. ab, begrub den Leichnam des Herrschers tief in das Bett des Flusses und ließ dann die Wogen von neuem darüberströmen, damit das Grab nie von der Rachsucht der Feinde, noch der Habsucht der Bewohner geschändet werden könnte. Dies Ereignis und Platens Gedicht: Das Grab im B.», hannm das macht namentlich in Deutschland sehr ekannt gemacht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 771Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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