Calembourg nennt man im Französischen eine Art Wortspiel, ein Spiel mit dem Doppelsinn mancher Worte von gleicher Schreibart oder gleicher Aussprache. Einem Grafen Calenberg aus Westfalen, der unter Ludwig XIV. in Paris lebte und mit seinem Tangen Mlan si zu den lächerlichsten Verwechselungen nlaß gab, nach andern einem Apotheker C. in Paris, soll das Wort seinen Namen verdanken. Neuerdings leitet man dasselbe auch zurück auf das arab. Kalam-Dair, Plurgl bur, verwirrte Worte. Philarete Chasles (Etudes sur PAllemagne ancienne et modernes, Par. 1854) leitet das Wort von dem deutschen, um 1500 er9. Wen Schwankbuch «Der Pfaffe von Kalenbergo ab. Die franz. Sprache ist vermöge der mannigfaltigen Bedeutung, welche oft ein und dasselbe Wort hat, reicher als jede andere an Calembourgs. Der Marquis de Bidvre machte sich im 18. Jahrh. einen Namen durch seine vielen Calembourgs, die später gesammelt erschienen. alendae (nach älterer Schreibweise Kalendae vom lat. calare, d. h. rufen) hieß in Rom der erste ag jedes Monats. An diesem Tage beriefen nämlich die Pontifices, später (wahrscheinlich, als nach der Bekanntmachung des Kalenders (s. d.] die Sache zur bloßen Formalität geworden war) ein Unterpriester oder Unterbeamtker derselben, das Volk auf das Kapitol zur Curia Calabra, wo dann die Zahl der Tage bis zu den Nonen, d. h. dem achten, nach röm. Zählweise dem neunlen Tage vor den Idus ausgerufen wurde. (S. Ad Calendas graecas. Oalendaticum (mittellat.), im Mittelalter Neujahrsgeschenk für die Geistlichkeit.