FeedAd Calendas graecas
Recht & StaatBrockhaus 1882

Ad Calendas graecas, ein röm. Sprichwort, das so viel als nimmermehrly cniemals ly bezeichnet. Calendae hieß nämlich im röm. Kalender der erste Tag eines jeden Monats, der im Verkehr gewöhnlich niec als Zahl⸗ und Zinstag galt. Da nun die Griechen keine Calendae hatten, so mußte die Verweisung darauf eine abschlägige Antwort oder die Verweigerung eines Versprechens, einer Bezahlung u. s. w. in sich schließen. Kaiser Augustus soll sich häufig dieses Ausdrucks bedient haben, welcher dann als sprichwörtliche Redensart in den Volksmund überging. Adeitation, Beiladung, ein im kanonischen Prozeß entstandenes, Xöden demiche bestrittenes, jetzt unpraktisches, weil den deutschen Prozeßordnungen unbekanntes Rechtsinstitut, war die unter bestimmten 36 Mertomenlas von seiten des Gerichts an eine Person erlassene Aufforderung, an einem bereits anhängigen Rechtsstreit als Haupt- oder Nebenpartei teilzunehmen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 133Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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