Camphöra, eine von Nees von Esenbeck benannte Gattung asiat. Bäume, aus der Familie der Laurineen, deren Arten neuerdings zur Gattung Cinnamomum gezogen werden. Sie haben, wie alle Lorbeer ewachse immergrüne, lederartige, ganze Blätter, beschuppte Knospen und in Rispen gestellte Blüten, welche aus einem pergamentartigen, sechsteiligen Perigon mit abfallendem Saume, in dessen stehen bleibendem Grund der Fruchtknoten und die daraus sich entwickelnde Beere eingeschlossen ist, und im ganzen 15 in fünf Reihen geordneten Staubgefäßen bestehen, von denen bloß die 9 äußern fruchtbar, mit vierfächerigen Beuteln versehen, die übrigen unfruchtbar, als bloße Staubfäden ausgebildet sind. Es gehört zu dieser Gattung der echte Kampferbaum, C. ofßcinarum Nees (Laurus Camphora IL.), welcher in China und Japan zu Rulan ist, bei uns in Orangeriehäusern nicht selten ultiviert wird und in Südeuropa (3. B. in der Provence) im Freien aushält. 6 it ein schöner Baum mit zerstreuten, gestielten, elliptischen, zugespitzten, zerrieben nach Kampfer riechenden Blattern grünlichen Blüten und erbsengroßen, schwarzen Beeren. Sein hartes, weißliches, rotgeadertes —13 liefert den meisten Kampfer (s. d.) und wird in China und Japan zu feinen Gerätschaften und Möbeln verwendet, welche den ihm eigentümlichen Kampfergeruch behalten. Außer diesem Baume gibt es noch einige andere Arten (C. glandulifera Nees in Nepal, C. Parthenoxylon Nees auf Sumatra und Java u. a.), welche auch zur Kampferbereitung (s. unter Kampfer) benutzt werden.