Campanüla, Glodenblume, schon den Alten bekannte Pflanzengattung aus der nach ihr benannten Familie der Campanulaceen. Die meisten der überaus zahlreichen, über einen großen Teil der Erde verbreiteten, namentlich aber im Orient reich vertretenen Arten sind perennierende Kräuter mit mehrköpfigen Wurzelstöcken und mehr oder weniger, oft steif behaart, selten l Alle besitzen locken⸗ oder trichterförmige Blumenkronen mit funsspaltigem Saume, bei denen die blauen Farbennuancen lige Kelch it sind. Der krautige, rüne, fünfteilige Kelch ist mit dem unterständigen euce verwachsen, aus dem sich eine zweiis fuaussebaige⸗ mit ebenso vielen Löchern auf-Baßs 5e e Kapsel entwickelt. Die Beutel der die asis des in drei Narben gespaltenen Griffels kuppelartig bedeckenden Staubgefäße springen auf, bevor sich die Blume öffnet. Die Glockenblumen wachsen meist auf Wiesen, Ackern, in Wäldern und Gebüschen. Die gemeinsten bei uns vorkommenden Arten sind C. patula L. mit lilafarbenen und C. rotundifolia L. mit azurblauen Blumen, beide häufig auf allen Wiesen. Auf Gartenbeeten und sonst auf bebautem Boden findet sich häufig C. rapunculoides L., mit ziemlich großen azurblauen Blumen in langer, einseitiger Traube, ein schön blühendes, aber höchst 125 Unt bodenaussaugendes und schwer ausrottbares Unkraut, dessen unterirdische knollenentwickelnde Stengel den Boden queckenartig en uber und aus jedem Stück wieder ausschlagen. überhaupt hat diese Art schöne Zierpflanzen geliefert. Eine der am Rreich ben kultivierten ist die in Italien und Frankreich heimische C. medium L., welche längliche, behaarte Blätter besitzt und lange Trauben sehr großer, walzig-glockenförmiger Blumen von blauer oder weißer Farbe entwickelt. Die vorhin erwähnte C. rapunculoides Unteant die in Südeuropa häufig ebenfalls als Unkraut vorkommende C. Rapunculus L. haben knollige Wurzeln an ihrem unterirdischen Stocke, die in Frankreich und England vielfach gegessen und deshalb auch angebaut weren. In Japan wird C. glauca Thunb., ein Strauch mit großen blauen Blumen, wegen der eßbaren, stark milchenden Wurzel unter dem Namen Kokko angebaut. nißt, sind unter K aufzusuchen. huten aus der Gruppe der Dikotyledonen. Die rten derselben, über 1000, sind über den ganzen Erdkreis zerstreut; es sind krautartige Pflanzen oder Sträucher, sehr selten kleine Bäume. Die Blüten derselben sind zwitterig und lt d regelmäßig, sie besitzen einen feftoddehre⸗ mit dem Fruchtknoten verwachsenen Kelch, eine meist regelmäßig fünflappige, seltener zweilippige Blumenkrone und gewöhnlich fünf Staubgefäße. Die Farbe der Blüten bei den meisten blau, seltener weiß oder rot. ele Arten der C. werden ihrer schönen, großen Blüten halber als Zierpflanzen kultiviert.