Canaria Ind. 5 nur schmale Mauern dazwischen geblieben sind. Hierro dagegen zeigt nur noch die Hälfte des Doms, das innere Halbrund wird von dem Meerbusen El Golfo ausgefüllt. Der höchste Gipfel von Canaria, Pico del Po50 de las Nieves, erreicht 1880 m. nöhich verschieden von diesen Lamar sind die beiden östli sten, Fuerteventura und anzarote, welche sehr komplizierte Gebirgsbildungen zeigen, die aber nur eine Höhe von 697 merreichen; die mit der erstern durch einen niedrigen Basaltrücken verbundene ebenfalls basaltische Halbinsel Jandia erreicht 844 m. Fuerteventura zeigt in großer Ausdehnung Thonschiefer und Grünstein-Kbiwe und nur an einer einzigen Stelle vulkanische ebilde jüngster Zeit. Die Übrigen „—.— —— Gomeraf zeigen dagegen eine ün enge von Laven, die bis in dieses Jahrhundert hinein entstanden sind, und das Land ist stellenweise mit parasiti chen Auswurfskegeln (10 Ar besät. Der jungste Ausbruch hat 1824 (16. April) auf Lanzarote aus der Montana del ll X tattgefunden. Den Basalt durchziehen überall Tu schichten (Toscales), welche sehr zur Höhlenbildung Daibt. sind, sodaß es kaum ein grottenreicheres Land gibt. Das Klima — ein sehr mildes, die mittlere Jahrestempergtur beträgt in der Meereshöhe 17—48 die tiefste Wintertemperatur auf der Nordseite etwa 10²,‚ auf der Südseite 12“. Schnee fällt selten tiefer hinab als 1500 m. Im Sommer ist auch der Pico de Teyde von Schnee entblößt. Temperaturen über 26 sind selten. Die Bewässerung und dem emäß die Nalm der Inseln bietet große Faen La Palma und Tenerifa erheben sich bedeuten über die 1000—1500 m hoch schwebende Wolkenschicht welche die den größten Teil des Jahres hindurch wehenden Nordostwinde herbeiführen; sie sind deshalb auf dieser Seite ziemlich reichlich bewässert, während die entge engesetzte Seite, La Banda, man85 Jahr ganz ohne Regen bleibt. Auf Canaria homera und Hierro 1 dagegen ziemlich reichlich Regen, und die Gipfel der erge sind meist von angen Regenlosigkeit ebenso wie in 1 ation ist dur i ö ig13m und 85 ch die Verschiedenheit der Feuchtig⸗ „pon Humboldt auf das anziehendste geschildert worden. In der untern Regi i ö it etwa 400 m Höhe beg Kartoffeln und Kastanien. Wein ud angen 92 „I deihen aber auch in tiefern Lagen. Mit 8—900 m 5beginnt die Region der immergrünen Wälder, in denen Erica arborea (mit bis 80 em dicken Stämmen), Myrica faya, mehrere Lorbeerarten den Hauptbestand bilden. Die vierte Region * noch Fichtenwälder; bis zum Gipfel des Teyde hinau gehen noch einige Flechten und Moose. Die canarif lora ist reich an eigentümlichen Pflanzen; auffallig ind namentlich A Gebieten die kaktusartigen Euphorbien (Euphorbia canariensis) und die massenhaft auftretenden Semperviven. Die beiden östl. Inseln sind hiervon völlig verschieden; in der sehr Jpärli auftretenden Vegetation sind die Ta-Duttetpaim üsche, die Feigen, hin und wieder eine Dattelpalme und auf den Dünen Chenopodien zu erwähnen. Das Tierreich zeigt eine beschränkte und zum Teil erst eingefhrte Auswahl seiner Geschlechter. Die eigentuümliche canarische Ziege, 100r große Hunde, als Lasttiere Maultiere und Esel, auf den östl. Ren, 5 auch das Kamel, sind neben Schweinen, Schafen, Frettchen und Katzen die verbreitetsten Haustiere. Der Canarienvogel ist einheimisch in Gesellschaft vieler Sing⸗, Sumpf⸗ und Seevögel, die sich zum Teil der Inseln nur als Winterstation bedienen. Von Amphibien sind nur Frösche und Eidechsen vorhanden; Schlangen und andere giftige Tiere fehlen. An Fischen K as umgebende Meer reich. Unter den Insekten sind Seidenraupen und Bienen geschätzt, und die Zucht der letztern wird mit Eifer betrieben; die aus Afrika oft herüberziehenden Heuschrecken werden gefürchtet. Die Industrie ist äußerst gering, indes werden doch seidene und wollene Stoffe und grobes Leinen gefertigt. Das vorzüglichste Erzeugnis war ein weißer, milder Wein,