FeedCanigou
ErdkundeBrockhaus 1882

Canigou, ein Gebirgszug der Pyrenäen im südl. Frankreich, welcher zwischen der Tet und dem Tech, 12 km südlich von Prades, in das Innere des Depart. der Ostpyrenäen vortritt, in 42 31 10⁷ nördl. Br. und 0' 7“ 8“ östl. L. von Paris, 2785 m hoch. Seine Ersteigung ist mühevoll und langwierig, aber die Höhe bietet ein prachtvolles Panorama über die Ebene von Roussillon, die Küste des Mittelländischen Meers mit Perpignan und bis Barcelona, die Thäler, welche die Tet umgrenzen, die Bergreihe von Catalonien im Süden und die Hochebirge des Ariegethals im Westen. In 1367 m Hohe beginnen die Wälder aus Rotbuchen und Pyrenäenfichten und zugleich erscheinen die Rhododendren; in 1745 m folgen die letzten Hafer⸗ und 30he neht die auf dem Südostabhange; in 2100 m Höhe steht die letzte Hütte, Jas de Cadi genannt. Die Wälder hören in 2320 m Höhe auf; in 2359 m mißt, sind unter K aufzusuchen. Höhe folgt dann ein Plateau, Pla de Cadi. Di Cheminee genannte Enge führt steil hinauf zu der scharfen Grat, welcher den Gipfel bildet. Man er steigt den Berg les-Bains aus (900 CE.), der in 620 m Höhe an Nordabhange liegt. Caenĩ zweimal in der ältesten röm. Sagengeschi hte ge nannt wird und schon sehr früh aus der Geschicht gän daß Romulus war, da er, um zu opfern, nach C. gegangen sei und aus dem Umstande, daß bei Ge egenheit des Raubes der Sabinerinnen C. im Bunde mit An: temnae und Crustumerium genannt und von Romulus zuerst schließen, daß schit ie haben ehlt jeder Anhalt, und ist daher von verschiedenen Topographen an sehr verschiedenen Stellen gesucht worden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 906Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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