Carapa 4½bl., Pflanzengattung aus der Familie der Meliaceen. Man kennt gegen vier Arten, die in den Tropengegenden der Alten und Neuen Welt vorkommen. Es sind Bäume mit meist unpaarig-gefiederten Blättern und unansehnlichen regelmäßigen, zwitterigen Blüten, die aus einem kurzen vier⸗ bis fünfteiligen Kelch, 4 —5 Blumenblättern, 8—10 zu einer Röhre verwachsenen Staubgefäßen, einem Griffel und einem vierbis fünffächerigen Fruchtknoten bestehen. Die Samen, welche bis hühnereigroß werden, finden um Teil technische Verwendung, indem aus ihnen durch Zerkleinern und Auskochen ein Fett, das sog. Carapafett, dargestellt wird. Es ist dies ein butterartiges Fett von gelber Naua und bitterm Geschmack und wird in großen Mengen in Guiana und Brasilien aus den Früchten der C. guianensis 4115l. gewonnen; dasselbe wird in den Heimatländern des Baums sowie neuerdings auch in England und Frankreich zur Seifenfabrikation verwendet. Die Indianer benutzen dasselbe auch, um sich damit einzureiben und vor den Stichen verschiedener Insekten zu schützen. Von einer andern Art, welche in Guinea und Senegambien wächst, der C. guinensis Srbeet. oder C. Tulucuna, werden ebenfalls die Samen zur Bereitung eines Fettes oder Bles, des sog. Touloucuna-oder Talikunaöles, rmißt, sind unter K aufzusuchen. benutzt (s. Carapaöl). Die Rinde und Blätter beider Arten dienen in den Heimatländern als Mittel Legen Wechselfieber.