Cinerãria L., Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen, sie heißt deshalb so, Aschenkraut, Aschenpflanze, weil bei vielen ihrer Arten die Blätter auf einer oder beiden Seiten mit einem aschgrauen Filz bekleidet sind. Es wurden unter diesem Namen sehr verschiedene, wenn auch verwandte Pflanzen vereinigt, welche die neuere Systematik größtenteils zu der Gattung Senecio (s. d.) rechnet. Die zahllosen Ab⸗ und Spielarten von Cinerarien, welche gegenwärtig vorzugsweise als Topfzierpflanzen gezogen werden, sind nämlich Bastarde, welche die Gärtner durch Kreuzung der genannten Agathaea, die ursprünglich eine dunkelurpurrote Scheibe und himmelblaue Strahlblüten esitzt, mit verschiedenen kapländischen Cinerarien (3z. B. C. hybrida N., C. cruenta Curt., C. populifolia L. u. a.) und durch Kreuzlagen der entstandenen Hybriden oder von Varietäten erhalten haben. Diese bekanntlich mit Blumen von allen Farben vorkommenden Cinerarien gehören zu den Modezierpflanzen der Gegenwart und sind bekanntlich vorzugsweise Zierpflanzen des Frühjahrs. Um bis zum Herbst starke buschige Pflanzen, welche im nächsten Cans frühzeitig blühen, zu erziehen, säet man die Samen im März in Töpfe und stellt diese in ein Warmhaus oder ein lauwarmes Mistbeet. Die jungen Pflanzen werden bis zum September wiederholt versetzt, fleißig begossen (bisweilen mit Kuhdünger- oder Guanowasser) und, um schnelles Austrocknen der Erde, welche am besten aus guter Mistbeeterde mit Hornspänen vermengt besteht, zu verhüten, die Töpfe in groben Kiessand versenkt. Die größten Feinde der Cinerarien sind die Blattläuse, weshalb diese sofort beseitigt werden müssen. Einerarien (lat.) sätder wes die Gefäße, in denen die Alten die As he der verbrannten Leichname aufbewahrten. In der kath. Kirche heißen C. die Behältnisse, in denen die Asche der Heiligen aufbewahrt wird.