Carillon (frz.), Glockenspiel; gewöhnlich als Mehrzahl «Carillonso bezeichnet. Die größten Glockenspiele findet man auf Kirchtürmen, wie sie besonders in den Niederlanden und von dort nach England verbreitet sind. Kleinere Glockenspiele waren auch in den alten Orgeln und hatten ihre besondern Tasten. Bei Militärmusiken und festlichen Aufzügen hatte man tragbare C., welche mit Klöppeln geschlagen wurden; diese kommen in Händels Oratorium «Saulo vor zur Begleitung nißt, sind unter K aufzusuchen. 60 * des Gesangs der ½½½ als sie die Sieger begrüßen. — Carillons nennt man auch für Klavier und andere Instrumente komponierte Tonstücke, welche die Weise des Glockenspiels nachahmen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 948Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei