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ErdkundeBrockhaus 1882

Cartago, Hauptstadt des gleichnamigen Deartements des mittelamerik. Freistaates Costa-Rica, 22 km im OSO. von San-José, der Hauptstadt der Republik, auf demselben Plateau, nur etwas höher als diese, in 1588 m Höhe, an der Cisenbahn Puerto-Limon-Alajuela gelegen, ist eine der ältesten Städte Centralamerikas, regelmäßig und spanisch solid gebaut, mit imposanten, jetzt meist verfallenen Kirchen und andern großen Gebäuden. Die schon 1522 vorhandene Stadt hat wiederholt durch Erdbeben sehr gelitten, namentlich 1723, wo zugleich eine furchtbare Eruption des 3505 m hohen Jrazu oder Vulkans von Cartago, an dessen südl. Fuße sie liegt, sie mit einem Feuerregen überschüttete, sowie 1825 und zuletzt 2. Sept. 1841. Sie bietet deshalb das Bild gänzlichen Verfalls und zählt, statt der 30000, die sie 1823 hatte, jetzt kaum 10000 verarmte C., Landbauern, die ihre Produkte nach den Andler. welche von San-José führen, oder Kleinhändler, welche die benachbarten Ansiedelungen versorgen, zum Teil auch —4 wohlhabendere, ältere, von ühren Renten oder den Einkünften ihrer Hacienden lebende Familien. — Das ganze Departement Cartago hat nur etwa 23000 E., die besonders Kaffeekultur und Viehzucht treiben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 23Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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