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ErdkundeBrockhaus 1882

Catamarca, eine der 14 Provinzen der Argentinischen Republik, begrenzt im O. von Tucuman und Santiago del Estero, im SO. und S. von Cordoba, im SW. von Rioja, im W. von Chile, im N. von Bolivia und Salta, hat eine Größe von 109247 qkm mit (1869) 79 962 E. Ihr Gebiet zerfällt in drei natürliche Abschnitte; der westlichste derselben ist die südliche, 4000 m hohe Fortsetzung des Plateau von Atacama, der mittlere ein von fruchtbaren Flußthälern durchzogenes Gebirgsland, der östliche wird von den südl. Ausläufern der Sierra de Aconquija erfüllt. Die Mitte und der Süden haben weite Striche von Salzwüsten. Die Flüsse der Provinz sind ausschließlich Steppenflüsse. Die Bewohner treiben Viehzucht, Wein⸗ und Ackerbau, wenig Bergbau, namentlich auf Kupfer, obwohl das Land 7 reich ist an metallischen Schätzen, und verarbeiten viel Wolle und Baumwolle. — Hauptstadt des Landes ist C. oder San-Fernando de C., in dem gleichnamigen fruchtbaren Thale, in 430 m Höhe, vom Tala bewässert, mit 5718 E., einem College mit einem Lehrstuhl für Mineralogie und einem Fort gegen die Drangen-Die Häuser sind von großen und schönen Orangengärten umgeben. Der Hauptort dieser Gegend wurde 1558 eigentlich im Valle de Conando gegründet und nach einigen Namensveränderungen endlich 1679 an die jetzige Stelle verlegt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 68Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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