Cauchy (Augustin Louis), ausgezeichneter franz. Mathematiker, geb. 21. Aug. 1789 zu Paris, widmete sich dem Studium der Mathematik. Sein „Mémoire sur la théorie des ondeso wurde 1815 vom Institut gekrönt, und 1816 nahm ihn die Akademie der Wissenschaften als Mitglied auf. Später wurde C. zum Professor an der Polytechnischen Schule ernannt. Nach der Julirevolution folgte er Karl X. ins Ausland und hielt sich längere Zeit in Prag auf, wo er den Herzog von Bordeaur unterrichtete. Nach Frankreich zurückgekehrt, erteilte er mathem. Unterricht im Ordenshause der π und ward 1848 Professor der mathem. AÄstronomie an der Universität; doch mußte er diese Stelle im Juli 1852 niederlegen, weil er Napoleon III. den Eid verweigerte. Er starb 23. Mai 1857 zu Paris. Von seinen zahlreichen Schriften sind die bedeutendsten: «Cours d'analyser (Par. 1821; deutsch von Hupler, Königsb. 1828), Lecons sur le calcul différentielo(Par. 1829; deutsch von Schnuse, Braunschw. 1836), Legons sur les applications du calcul infinitésimal à la géométrie (2 Bde., Par. 1826 —28; deutsch von Schnuse, Braunschw. 1840), Exercices mathématiqueso (Par. 1826—29), «Sur Papplication du calcul de résiduso (Par. 1827), (Mémoire sur la dispersion de la lumièrer (Prag 1836), Exercices d'anahyse et de physique mathèématiquep (3 Bde., Par. 1839).