FeedAmpere (André Marie)
TechnikBrockhaus 1882

Ampere (André Marie), ausgezeichneter Mathematiker und Naturforscher, geb. zu Lyon 22. Jan. 1775, lebte nach dem Tode seines Vaters, welcher 1793 guillotiniert wurde, zunächst seinen Studien, bekleidete dann in Bourg eine Professur der Physik und seit 1805 eine solche der Mathematik an der Polytechnischen Schule zu Paris, woselbst er eine große Thätigkeit entwickelte, sowohl als Lehrer, wie auch in der schriftstellerischen Laufbahn, die er mit den 4Considérations sur la théorie mathématique du jeuy 1 1802) eröffnet hatte. Er wurde 1814 Mitglied der Akademie der Wissenschaften, 1824 ance und starb 10. Juni 1836 auf einer Gechäftsreise in Marseille. Die Mathematik, Mechanik und Physik haben A. wichtige Untersuchungen zu danken; seine elektrodynamische Theorie sichert ihm dauernden Ruhm. Seine Ansicht über die ursprüngliche Einheit der Clektricität und des Magnetismus, in der er mit dem dän. Physiker Orsted wesentlich übereinstimmte, hat er vorzüglich im 4Recueil d'observations électro-dynamiqueso (Par. 1822), im Précis de la théorie des phénomenes electro-dynamiquesv (Par. 1824) und in der «Théorie des phénomènes électro-dynamiques„ (Par. 1830) niedergelegt. Außerdem erschien noch von ihm Essai sur la philosophie des scienceso (2 Bde., Par. 1834—43; 2. Aufl. 1857). Vgl. Barthelemy Saint-Hilaire, Philosophie des deux Ampères v (Par. 1866).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 573Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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