Cavan, die südlichste Grafschaft der irländ. Provinz Ulster, zwischen Longford, Westmeath und Meath im S., Leitrim im W. und Fermanagh und Monaghan im N. gelegen, hat ein Areal von 1931,85 gkm mit (1881) nur noch 129008 E. (1841 dagegen 243 262 E.), wovon 81 Proz. katholisch sind. Der Fluß Erne, der im S. aus dem Lonch-Buhte entspringt, durch den inselreichen Lough-Oughter geht und an der Nordgrenze sich in den obern Lough-Erne ergießt, trennt die Grafschaft in zwei Teile. Das Land im O. ist hügelig, im äußersten W. gebirgig, und reich an Seen und Bogs oder Sümpfen. Im W. entspringt am 666 m hohen Cuilcagh der Shannon. Nur in der unmittelbaren Nähe der Erne ist es eben. Von der Oberfläche sind nur 25 Proz. Ackerland, 10 Proz. Kleeelder und Wiesen, 44 Proz. Weiden, 1½ Proz. ald, 5 Proz. Gewässer. Der Boden enthält aber diese d Eisen, Blei, Kupfer und Manganerz, aber diese Mineralien werden nicht bearbeitet. Unter den zahlreichen Mineralquellen ist die von Kingscourt bemerkenswert. Fabriken sind nicht vorhanden. Der Haupterwerb besteht in Viehzucht, daneben im Anhau von Hafer, Flachs, Kartoffeln und etwas Aweben Die meisten Dörfer spinnen lachs und weben Leinwand. Der Handel bechränkt sich auf selbstgewebtes Leinenzeug, Butter und andere landwirtschaftliche Produkte. Der Wohlstand der Grafschaft ist durch die allgemeine Lage .— 75 sehr heruntergekommen. Die Grafschaft — zwei Mitglieder in das Parlament, ein drittes die Hauptstadt. Von ihr führt die Familie Lambert den Titel Earl of C. Die Hauptstadt Cavan, ziemlich in der Mitte der Grafschaft, an dem gleichnamigen Zufluß der Erne, in einem fruchtbaren Thale gelegen, ist Sitz eines prot. und eines kath. Bischofs, fan eine Lateinschule, einen Gerichtshof, ein Gefängnis und zählt 3389 E., die Landwirtschaft und einigen Handel treiben. Vor der Stadt liegt der als Promenade benutzte schöne Park des Lords Farnham und 5,5 km im SW. das Dorf Kilmore mit einem alten bischöfl. Palast.