FeedCentrifugalpendel
TechnikBrockhaus 1882

Centrifugalpendel oder konisches Pendel nennt man ein solches, welches bei seiner Bewegung mit seinem Aufhängefaden die Oberfläche eines Kegels beschreibt, dessen Basis einen Kreis bildet. Um eine derartige Bewegung einzuleiten, erteilt man einem gewöhnlichen Pendel (s. d.), sobald es sich in seiner größten Ausweichung befindet, einen gehörig abgemessenen Seitenstoß, worauf dann der untere Punkt des Pendels einen Kreis um seine ursprüngliche Ruhelage, und der Aufhängefaden den zugehörigen Kegelmantel beschreibt. Die Bewegung des C.s ist eine 1 rmige; seine Umlaufszeit ist doppelt so groß als die Schwingungsdauer eines ewöhnlichen Pendels, dessen Länge gleich der Kegelhöhe ist. Da die Aufhängungsweise des C.s Schwierigkeiten bietet und es auch eines festen Standes und noch anderer Vorsichten bedarf, so wird das C. an Uhren selten angewendet, wohl aber an Rotationswerken (wie bei Chronographen, astron. Registrierapparaten, Drehlichtern an Leuchttürmen), um eine gleichförmige Bewegung zu erzielen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 130Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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