Cernuschi (Enrico), Nationalökonom, geb. 1821 zu Mailand, bildete sich als Autodidakt, kämpfte 1848 zu Mailand auf den Barrikaden und war 1849 bei der Verteidigung Roms als Chef der Barrikadenkommission thätig. Nach dem Falle der röm. Republik saß er ein Jahr in Civita-Veechia und in der Engelsburg gefangen, ging dann nach aris, wo er von F. Arago beschaftigt wurde und später eine Stellung am Crédit Mobilier erhielt. Er erwarb sich hier ein bedeutendes Vermögen, wurde Teilhaber vieler industrieller nternehmungen, trieb Exporthandel nach England mit eigenen Schiffen und schwang sich zu einem der drei Direktoren der Pariser Bank empor. Als Gegner des Sozialismus, den er im «Sidcler bekämpfte, kam C. 1871 durch die Kommunisten in Lebensgefahr. Später zog er sich von den Geschäften zurück, unternahm weite Reisen . Nordamerika und Afrika, und brachte aus Japan eine reiche ethnogr. Sammlung mit, die zu den Sehenswürdigkeiten von bnen: gehört. Von seinen Schriften sind zu erwähnen: (Mécanique de l'échanger (1855), Réponse à une accusation portée par M. de Cavouro (1861), (Contre le billet de banque, dépositions et noteso (1866), Illusions des sociétés coopèrativeso lic m Neuerdings beschäftigt sich C. hauptsächich mit der en Dimetalltent und zwar agitiert er eifrig für den Bimetallismus in den chriften: „Or et argentv (1874), (La question monétaire en Allemagne (1875), „Silver vindicatedo (1876), „Monsieur Michel Chevalier et le bimétallisme (1876),La diplomatie monétaire en 18789 (1878), (Bimétallisme en Angleterrer (1879), Le bi-métallisme à quinze et demip (1881).