Helöten (Heiloten) hießen in Lakonien die von der dorischen Herrengemeinde in Sparta beherrsch— ten leibeigenen Bauern des Eurotasgebietes (angevlich nach der Stadt Helos, die erst 770 v. Chr. als letzte Achäerstadt dieses Landes nach hartnäckiger Gegenwehr unterjocht wurde). Später war es der Name nicht nur für deren Nachkommen, sondern für alle, die (wie namentlich die Messenier) in dasselbe Verhältnis der Leibeigenschaft versetzt wur— den. Doch unterschieden sich die H. von andern Sklaven dadurch, daß sie nicht Eigentum der einzelnen Herren waren, sondern dem ganzen Staate angehörten, der allein über ihr Leben und ihre Frei— heit zu entscheiden hatte. Namentlich besorgten sie, da Lykurgs Gesetze den dorischen Spartanern jedes erwerbende Geschäft untersagten, den Ackerbau gegen einen bestimmten und unveränderlichen Naturalpacht, konnten auch Vermögen erwerben, und dienten im Kriege als Schildträger und Knechte, zuweilen auch als Perbichem anech und Matrosen. Da sie infolge ihrer erblichen 3 Behendf ihrer gedrückten Lage und oft grausamen Behandlung leicht zu Empörungen Döchf waren, so wurden sie stets durch die Behörde höchst mißtrauisch mit Hilfe der jungen Krieger überwacht und (dieses ist die sog. Krypteia) gefährliche Leute unter ihnen heimlich aus dem Wege geräumt; auch an größern Gewaltthaten fehlte es unter Umständen nicht. Andererseits wurde namentlich während des Peloponnesischen Kriegs und später eine erhebliche Zahl im Kriege bewährter H. als sog. Neodamoden mit der Freiheit belohnt. Erst der Tyrann Nabis machte zu Ende des 3. Jahrh. die H. mit Gewalt zu Bürgern.