Cerium, Cer, Cerer (chem. Zeichen oder Symbol Ce, Atomgewicht des zweiwertig angenommenen Metalls 92,5, wahrscheinlich nchtiger ist es aber dreiwertig, mit dem Atomgewicht 138), ein 1803 gleichzeitig von Klaproth, Hisinger und Berelius entdecktes Metall, das ursprünglich in dem seines ohen ttirt Gewichts wegen ausgezeichneten Mineral Cerit (nach Ceres) erkannt, später auch in andern Mineralien, wie Gadolinit, Orthit, Euxenit, Pyrochlor, Monazit, Lanthanit, Ytterocerit, daß der Cer wurde. Mosander wies 1839 nach, daß der Cerit noch zwei andere metallische Elemente, die er Lanthan und Didym nannte, enthalte und 0 der bis dahin für Ceroxydul gehaltene Körper ein Gemenge der Oxyde der genannten drei Clemente sei. Das C. unterscheidet sich von den beiden andern Elementen dadurch, daß die Lösungen seiner Verbindungen beim Kochen mit verdünnter Salpetersäure und Bleisuperoxyd sich orangegelb färben, was bei Verbindungen des Lanthans und Didyms nicht der Fall ist. Zur Darstellung wird feingepulverter und geschlemmter Cerit mit konzentrierter Schwefelsäure übergossen und bis zum Verdampfen der überschüssigen Säure achoch Die trockene Masse wird mit Wasser ausge ocht, von Unlöslichem filtriert, die Lösung durch Eindampfen konzentriert und mit einer sehr, worouf 6 Lösung von schwefelsaurem Kali versetzt, worauf beim Erkalten ein schwer lösliches Doppelsalz von Kalium-Cersulfat sich ausscheidet. Dieses wird durch Waschen mit einer kalten Rhn 5 von schwefelsaurem Kali von fremden Salzen befreit, in siedendem Wasser gelöst und 2810 Kalihydrat Ceroxyd Ceo oder Ce. O, gefällt. Will man aus diesem das Metall gewinnen, so wird das Oxyd in Salzsäure gelöst, diese mit einer Mischung von Salmiak und Chlorkalium versetzt, zur Trockne verdampft, bis zur Verüchtigung des Salmiaks erhitzt, worauf der Rückand mit Natrium im Thontiegel geglüht wird. urch Behandeln mit kaltem Wasser werden die Salze beseitigt, wobei das Metall in größern und kleinern grauen Kugeln zurückbleibt. Das Metall teht in der Farbe zwischen Eisen und Blei, spezifiches Gewicht 5,5, ges meidig und schneidbar wie lei. Orydiert sich langsam an der Luft, entzündet la beim Erhitzen, zersetzt Wasser in der Kälte langam, rasch beim Erhitzen, löst sich leicht in Säuren, verbrennt beim Erhitzen in Chlor, Brom, Schwefeldampf. Die Verbindungen des C. haben bislang kein allgemeines Interesse.