FeedChize (Kiseh, türk.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Chize (Kiseh, türk.), Beutel (s. d.) Goldes. eigentümlichen Volksstämme in Frankreich, welche isoliert und von ihren Nachbarn verachtet und gehaßt dastehen. (S. Cagots.) Sie wohnen im Arrondissement Bourg-en-Bresse des franz. Depart. Ain und haben namentlich hier die Gemeinden Sermoyer, Arbigny, Boz und Ozan in dem reichsten Distrikte der Bresse inne. Der Sage nach stammen sie von den Sarazenen ab. Obgleich sie arbeitsam und wohlhabend sind, werden sie doch von ihren Nachbarn, namentlich den Bauern, tief verachtet und aufs äußerste gehaßt. Sie gelten für habsüchtig und boshaft und sind seit undenklicher Zeit Feldarbeiter, Ochsenhändler, Fleischer u. s. w. Vgl. Michel, «Histoire des races maudites de la France et de l'Espagnen (2 Bde., Par. 1847; deutsch von Stricker, 2 Bde., derußn 1850).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 317Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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