Chromocker, ein grasgrünes, apfelgrünes bis zeisiggrünes mattes Mineral von unebenem und erdigem Bruch, welches ein wasserhaltiges Thonerdesilicat mit 2—10 Proz. Chromorydgehalt darstellt und als kleinnierenförmige Überzüge und als Ausfüllung oder Anflug von Klüften in den Porphyren von Halle an der Saale und Waldenburg in Schlesien, auch bei Creuzot in einem Konglomerat und als Begleiter des Chromeisensteins z. B. auf der Shetlandsinsel Unst vorkommt. Chromogeéne oder Farbenerzeuger nennt man solche Stoffe, welche selbst farblos sind, aber durch Einwirkung von Luft oder durch einen Gärungsprozeß in Farbstoffe verwandelt werden. Die C. sind in der Natur ungemein verbreitet, fast jeder Pflanzensaft, welcher im unveränderten Zustand farblos ist, dunkelt nach kurzer Berührung mit der Luft. Auf solcher Umwandlung eines C. beruht die Gewinnung des Indigos aus der Indigpflanze.