Cimon (grch. Kimon), einer der ausgezeichnetsten athen. Feldherren, geb. etwa 507 v. Chr., stammte aus dem alten Adelsgeschlechte der Philaiden und war ein Sohn des Miltiades und der egesipyle, einer Tochter des thraz. Fürsten Oloros. Als sein Vater, der Sieger von Marathon, gestorben war (489 v. Chr.), ohne daß er die Buße, zu welcher er nach seiner erfolglosen Raubfahrt gegen Paros verurteilt worden, 50 bezahlen vermocht hatte, ging die Atimie, d. h. der Verlust der bürgerlichen Rechte, welche in Athen die Staatsschuldner traf, auf den Sohn über. Erst als der reiche Conversations⸗-Lexikon. 13. Aufl. IV. Kallias aus Liebe zu der schönen Elpinike, der Halbschwester C.s, die Strafe bezahlte, trat C. wieder in den Vollgenuß der bürgerlichen Rechte ein. Er war einer der ersten, welche dem Rate des Themistokles, die Stadt Athen dem heranziehenden Heere des Rerxes preiszugeben und auf den Schiffen das Heil zu suchen, zustimmten (480 v. Chr.), focht ruhmvoll in der Schlacht bei Salamis und erhielt, als die Athener in Verbindung mit den übrigen Griechen den Seekrieg gegen die ½ fortsetzten, 477 zugleich mit Aristides den Oberbefehl über das Zhra Geschwader. Zunächst kämpfte er glücklich in Thrazien, eroberte das noch von den Persern besetzte Eion an der Mündung des Strymon 476, später auch die Insel Skyros. Nach Entfernung des Themistokles (471 v. Chr.) stand er an der Spitze des Staats und betrieb dauernd die Fortführung des Kriegs gegen die Perser. Er schlug 466 die Perser zugleich zur See und zu Lande an der Mündung des Flusses Eurymedon in Pamphylien. Thatsächlich war auf lange Zeit die griech. Küste Kleinasiens von den Persern befreit. Den Thrazischen Chersones eroberte C. für seine Vaterden Die durch seine Siege gewonnene Beute und en wiederhergestellten Reichtum seiner Familie verwendete C. mit großartiger Freigebigkeit zur ner mern M Athens, und zur Unterstützung seiner ärmern Mitbürger. Sein Hauptbestreben ging jetzt dahin, zwischen den Athenern und Lacedämoniern ein gutes Einverständnis zu erhalten. Als 465 v. Chr. die Thasier sich in offenem Kampfe Band Athen und den 476 gegründeten Delischen Bund erhoben hatten, unterwarf er sie nach mehr als zweijährigem Kriege. Aber kaum war er im März 462 als Sieger zurückgekehrt, als die Führer der inzwischen, im Gegensatze zu C.s mehr konservativer Art, neu entwickelten jüngern demokratischen Richtung ihn anklagten, daß er sich durch Geschenke des Königs von Macedonien habe abhalten lassen, demselben einen Teil seiner Staaten zu entreißen; doch das Volksgericht sprach ihn frei. Als hierauf die Spartaner, welche die aufständischen Heloten und Messenier in Ithome belagerten, in Athen um 21 baten, setzte C. es durch, daß ihnen ein athen. Hilfskorps von 4000 Schwerbewaffneten unter b8r ner eigenen Führung zugesandt wurde. Allein der Umstand, daß die Spartaner diese Hilfstruppen bald wieder unter nichtigen Vorwänden zurückschickten, erregte beim athen. Volke heftigen Unwillen gegen C. und . den Gegnern desselben gewonnenes Spiel. Während C. 461 sich auf einem Feldzuge gegen die Perser befand, gelang es den Führern der Demokratie, Ephialtes und Perikles, das Vollwerk der Konservativen, den it trat Cseiner polit. 2 Dunc entkleiden. Umsonst trat C. 460 gegen diese Veränderung +. Erst nach fünfjähriger Periftes eit wurde er (454) auf den Antrag des Perikles selbst zurückberufen. Es gelang ihm 451, den damals wütenden Krieg mit Sparta durch einen fünfjährigen Waffenstillstand zu beenden, und 449 führte er eine Flotte der Athener und ihrer Bundesgenossen nach der wieder von den Persern besetzten Insel Cypern und belagerte nach einigen glücklichen Gefechten mit dem Feinde die Stadt Kition, starb aber bei dieser Belagerung. Aus dem Altertum ist eine Lebensbeschreibung des C. von Plutarch (ogl. Rühl, Quellen Plutarchs im Leben C.so, Marb. 1867) und eine kürzere von Cornelius Nepos aufbehalten worden. Vgl. Lucas, Versuch einer Charakteristik C.3o (Hirschb. 1835); Vischer, Cimono (Bas. 1847). Eimone (Monte), Berg in den Apenninen, in der ital. Provinz Modena, am Beginne der etrusk. Apenninen, 2168 mhoch, besteht größtenteils aus Grauwacke. Einäde (grch.), soviel wie Päderast; Cinädismus, Päderastie; auch unzüchtige Rede.