Aristides, athenischer Staatsmann und Feldherr, war des Leue Sohn und stammte aus einer derangesehensten Adelsfamilien Athens. Gegen 540 v. Chr. geboren, erscheint er zuerst mit Xanthippos seit 509 v. Chr. als ein Genosse des Kleisthenes bei dessen demokratischer Ausgestaltung der athen e Staatsverfassung. Er war dann einer der zehn Anführer (Strategen) der Athener, als diese mit den Persern bei Marathon 490 v. Chr. zusammentrafen, und gewann damals als apferer Führer wie als verständiger Ratgeber hohen Ruhm. Das Jahr darauf war A. Archon Eponymos. Doch wußte Themistokles (s. d.), dessen Plane, Athen zur Seemacht umzubilden, A. aus für ihn damals noch überwiegend militärisch-polit. Gründen seit 487 entgegenstand, es dahin zu bringen, daß dieser 483 v. Chr. durch den ssich mit W. (s. d.) verbannt wurde. A. unterwarf sich mit Würde und Gn nach Agina. Als drei V nachher Xerxes Griechenland Irli eilte A., dessen Verbannung durch eine damals erlassene Amnestie ebenfalls erloschen war, 480, nur das Wohl des Vaterlandes vor Augen, sogleich herbei, um Themistokles die Nachricht zu überbringen, daß die griech. Flotte bei Salamis von der Shichen umzingelt sei. Am andern Morgen, dem Tage der Schlacht, nahm A. mit den Landungstruppen die von einer auserlesenen Schar Perser besetzte Nrd Psyttaleia und hieb die Perser nieder. Das Jahr darauf (479) wurde A. zum Oberfelderrn der hart⸗ Landmacht erwählt. In der Schlacht bei Platää trug A. sehr bedeutend zu dem Siege bei. Auf seinen Antrag ward 477 das ndie Klaer, welches die Schranken aufhob, wodurch die Athener der vierten Steuerklasse bisher von den öffentlichen Amtern ferngehalten worden waren. Als 476 der Übermut des Pausanias die Bundesgenossen zum Abfall von Sparta bewog und demnach Athen die Hegemonie zur See erhielt, ward dem A. die Ordnung des neuen attisch-ion. Bundes und die Organisation der Bundeskasse und der Bun⸗ —— —— übertragen. A. starb in hohem Alter, wohl 467 v. Chr. Er hinterließ zwei Töchter, deren Ausstattung der Staat übernahm, und einen Sohn, Lysimachos. A. war ein Athener von seltener Reinheit des Charakters, fleckenloser Uneigennützigkeit, strenger Rechtsliebe und als Staatsmann stets bereit, aus den Ereignissen zu lernen und mit ihnen zu wachsen. Lebensbeschreibungen des A. verfaßten Cornelius Nepos und Plutarch.