Collioure, Stadt im franz. Depart. Ostpyrenäen, Arrond. Céret, 7 Em im SO. von Argelèssur-Mer, an der Eisenbahn Narbonne-Port-Vendres und in einer kreisförmigen Bucht, amphitheatralisch aufgebaut, malerisch um ein altes Schloß gruppiert und von zahlreichen Forts umgeben, von denen das St.⸗Elme genannte auch das 2 kmeentfernte Port-Vendres beherrscht, zählt (1876) 3585 E. Am Eingange zum Hafen steht auf einer kleinen Felseninsel die Wallfahrtskirche St.Vincent. Die Umgegend liefert geschätzte Rotweine sowie Kork und Alos. lüberdies fabriziert der Ort Pfropfen, Fässer zum Einsalzen, Destillate, Tauwerk, baut Schiffe und handelt mit Sardellen. Bis 1659 gehörte C. zu Spanien.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 506Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei