FeedCorenzio (Belisario)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Corenzio (Belisario), ital. Maler, einer derjenigen Maler in der zweiten Hälfte des 16. Jahrh., welche von den oberital. Schulen, besonders von Venedig und Bologna, abschwenkend, sich der neuern Schule der Naturalisten von Neapel anschlossen, welche durch ihre unerhörte Unduldsamteit gegen andere Kunstprinzipien sich den Ruf von Raufbolden, ja von Mördern, erworhen hatten, da sie Andersdenkende, besonders die Anhänger der freundlichen und lieblichen Richtung der Bolognesen mit den gemeinsten Mitteln der Intrigue und endlich mit Gift und Dolch aus Neapel zu beseitigen pflegten. Schon Caravaggio, Lanfranco, Ribera, Spagnoletto und Caracciolo waren solche Banditen der Palette. Ihnen gesellte sich C. zu, der, 1558 zu Achaja geboren, zuerst in Venedig dei Tintoretto gelernt, durch dessen realistische Richtung angespornt, sich den Neapolitanern zugewendet hatte, und nun um das J. 1590 in Neapel angelangt im Verein mit den Genannten eine Clique gründete, welche sich aller Rivalen und Fremdlinge auf das rücksichtsloseste zu entledigen wußte. Die Tradition schreibt C. selbst einige Mordversuche zu. Der sanfte Domenichino, sowie C.s eigener Schüler Roderigo sollen an Gift, das er ihnen reichte, den Tod gefunden haben; Guido Reni, Annibale Carracci u. a. feindete er in so gehässiger Weise an, daß ihnen der Verbleib unmöglich wurde. Seine Werke zeigen dekorative Geschicklichkeit. Er war größtenteils als Freskomaler in den Kirchen Neapels thätig, wo er 1643 vom Gerüst sturzte und starb. Oorsopsis (grch., Mädchenauge) nannte Linne eine Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen, Abteilung der Corymbiferen, weil die Scheibe des strahlenden Blütenkörbchens meist dunkelbraun gefärbt ist und wie ein braunes Auge aus dem gewöhnlich goldgelben Strahl hervorschaut. Die Arten dieser Gattung, gegen 50, sind krautartige Pflanzen, die vorzugsweise in Nordamerika einheimisch sind und einzeln am Ende der Zweige stehende oder trugdoldig gruppierte Blütenkörbchen haben. Letz-Purbeck-Insel Ine wich Halbinsel an der Südküste auch eine Zeit lang den Namen Italica führte. Bei Beginn des Bürgerkriegs wurde sie 49 v. Chy. von Cäsar erobert. Ruinen finden sich bei der Kirche mißt, sind unter K aufzusuchen. Adelsberger Grotte bestehen, die Grotte von C. selbst, deren Reichtum an wunderlichen Stalaktitenbildungen erst in der jüngsten Zeit ate Sohle gewürdigt wird, östlich davon die bekannte Höhle von San-Canzian, südlich die gleich merkwürdige Grotte von San-Servolo. Nach der Volksüberlieferung kam Dante häufig von Aquileja und Udine hierher, um die Schrecknisse des Karstes zu studieren. Nordwestlich von C. liegt das kaiserl. Gestüt Lipizza.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 597Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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