Culdeer ist der Name, welchen zuerst der schott. Historiker Hektor Boetius den kelt. Geistlichen beilegt. Es ist unrichtig, mit Ebrard (Die irisch-schott. Missionskirched, Gütersloh 1873) die kelt. Kirche unter dem Namen der culdeischen als romfreie, evangelische der römischen entgegenzusetzen. C., gebildet aus dem kelt. Ceile maritus, socius, und de ⸗Dei, bedeutet vielmehr Gottverlobte, Gottesenossen, Gottesleute und diente im 9. Jahrh. zur Bezeichnäng sowohl in Klöstern lebender als säkulärer Geistlicher der kelt. Kirche. Vgl. Reeves, The Culdees of the British Islands as they appear in Historys (Lond. 1864).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 710Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei