FeedDebraux (Paul Emile)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Debraux (Paul Emile), franz. Liederdichter, geb. 30. März 1796 zu Ancerville im Depart. Meuse, war seit 1816 an der Bibliothek der medizinischen Fakultät zu Paris angestellt, gab aber diesen Posten auf, um unabhängig der Litteratur zu leben. Sein Muster war Beranger; er grn wie dieser die Restauration heftig an und frischte die Erinnerungen des Kaiserreichs auf; ferner besang er den Wein, die Liebe und das Landleben. Sein Stil ist oft fehlerhaft und trivial, es fehlt ihm Berangers Eleganz und Feinheit. Beéranger schrieb für das gebildete Bürgertum, D. für die Arbeiter der Vorstädte. Er selbst erschien in den Kneipen, unter den Handwerkern, und sang seine patriotischen Refrains, die bald überall, in Dorf und Stadt, sehr beliebt wurden, nicht wegen ihr.s litterarischen Werts, sondern wegen des frischen, warmen, lebendigen Tons. Besonders bekannt sind von seinen Liedern: (La Colonnev, (Le prince Eugènen, La veuve du soldato, (Marengov, Le souviens-tur, außerdem Potpourris in Desaugiers Manier, wie Le cheval de Caligulad, Bilder aus der damaligen Zeit, wie Le carabino, mitunter auch schwungvolle Gedichte, wie Lutècev, ein Lob auf Paris, und Il est un Dieuyv. Im J. 1822 wurde D. zu einem Monat Gefängnis verurteilt. An der Julirevolution, die er in seinem Buch Les Barricadeso schildert, nahm er thätigen Anteil. Von schwächlicher Gesundheit, starb er schon am 12. Febr. 1831. D.“ &Oeuvres complètess erschienen 1833 (3 Bde., Par.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 925Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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