Cladel (Leon), franz. Romanschriftsteller, geb. 13. März 1835 zu Montauban, studierte in Toulouse die Rechte, war dann in Paris bei einem Sachwalter thätig, widmete sich aber bald ausschließlich litterarischer Thätigkeit. Sein erster Roman Les martyrs ridiculesd (1862) spielt in den untern Kreisen des pariser Litteratenlebens. In der Mehrzahl seiner fernern Novellen und Romane schildert er die Natur und die Sitten seiner Heimat. C. ist ein Vertreter der realistischen Schule; sein Stil ist lebendig, wenn auch etwas rauh und eclig. Sein Roman „Pierre Patiento, welchen die in Frankfurt erscheinende Europev veröffentlichte, zog diesem Blatte das Verbot in Frankreich zu. Die im (Evénemento publizierte Novelle Une mauditen (1876) zog C. wegen ihres anstößigen Inhalts eine rmißt, sind unter K aufzusuchen. Haft von vier Wochen zu. Von seinen Werken sind außerdem hervorzuheben: Le Bouscassiè (1869), „La féte votive de Saint-Bartholomée Porte1881), L'Homme de la Croix-aux-Boufso (1878), „Petits Cahierso, Ompdrailles le Tombeau-des-Lutteurs o, Bonshommeso (1879), Par-Devant Notaire, Six morceaux de littérature , «Crête- *ougep (1880) u. s. w.