Deiphöbus (grch. Deiphobos), der Sohn des Priamos und der Hekabe (s. Hecuba), war nächst Hektor einer der tapfersten Trojaner und wurde nach dem Tode des Paris Gatte der Helena. Er war deshalb den Griechen besonders verhaßt, und sein Haus wurde nach der Eroberung Trojas zuerst erstürmt. Nach Virgil wurde er von Helena dem Menelaus verraten, der ihn grausam verstümmelte. In diesem Zustande traf ihn Aneas in der Unterwelt an.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 2Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei