FeedDeister
ErdkundeBrockhaus 1882

Deister, eine waldreiche, in ihrem Rücken öfters bis 325 maufsteigende Bergkette zwischen der Weser und Leine, im preuß. Landdrosteibezirt Hannover, südwestlich der Stadt Hannover, zieht von Springe in nordwestl. Richtung bis Rodenberg parallel dem die Weser begleitenden Süntelgebirge, von dem sie durch ein nur 75 m hohes, von der Kaspau durchflossenes Thal geschieden ist und mit dem sie außer der Richtung auch den Steilabfall gegen Südwesten und die dammartige, hier und da durch Querthäler unterbrochene Kettenform gemeinsam hat. Ihr höchster Punkt ist der 403 m hohe Höfeler Berg oder Hübler über dem Dorfe Wennigsen; andere Kuppen sind der Beilstein (338 m) und der Ebersberg bei Springe. Beim Bade Nenndorf verflacht er sich. Seine Gesteine, hauptsächlich Kalk, gehören zur jüngsten Flözformation. Bei den genannten und andern anliegenden Ortschaften finden sich Steinkohlengruben, Sandsteinbrüche und Salzwerke. Am Nordende des D. ziehen die Bückeberge, die Izaltei 341m hoch sich erheben, südwestwärts fast bis an den Nordfuß der Weserkette.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 2Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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