Demerara oder Demeräry, die mittlere der drei Grafschaften des brit. Gouvernements Guaiana im nordöstl. Südamerika, umfaßt die Küstengegend zwischen Essequibo im Westen und Berbice im Osten. Das kolonisierte Land liegt zu beiden Seiten des umwaldeten Stroms Demerara, der aus innern Hochlande mit Wasserfällen und Stromschnellen hervorbricht, die Außenterrasse in nördl. Richtung, parallel dem größern Essequibo, etwa 260 km weit durchsließt, für kleine Seeschiffe 115 km weit bis zum Katarakt bei Lucky-Spot, für Boote aber jenseit dieser Stromschnellen noch viel weiter Wand fahrbar ist und mit einer über 3 Km breiten Mündung in den Atlantischen Ocean K wo aber eine Barre nur Schiffen von 6 m Tiefang die Einfahrt erlaubt. Die Feuchtigkeit des limas, die Fruchtbarkeit des Bodens, die tropische Fülle der Vegetation teilt D. mit dem übrigen Guaiana. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 80—90000, ohne die Eingeborenen; 68 1 25 sind 2— 14 Proz. Mischlinge, 11 Proz. Weiße, 6 Proz. Kulis, 1 Proz. ansässige Indianer. Die Hauptstadt von D. und dem ganzen brit. Guaiana ist Georgetown (s. d.).