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ErdkundeBrockhaus 1882

Denver, Hauptstadt des County Arapahoe und zugleich des Staates Colorado in den Vereinigten Staaten von Amerika, in prachtvoller und gesunder Lage an der Mündung des Cherry-Creek in den Plattefluß, 19 km östlich vom Fuße der Felsengebirge, 1592 müber dem Meere, entstand aus einem Lagerplatze von Goldgräbern, die seit 1858 dorthin geströmt waren, und hat sich durch die Entdeckung reicher Gold-und Silberminen in den nahen Bergen zu einer der bedeutendsten Städte des Westens erhoben. Die Einwohnerzahl, welche 1870 erst 4759 Seelen betrug, war 1880 auf 35629gestiegen (21539 Männer und 14090 Frauen; 26 924 Inländer und 8705 Ausländer; 34344 Weiße, 1046 Neger, 238 Chinesen und 1 Indianer). Dieselbe hatte sich mithin 1870 80 um 614 Proz. vermehrt. D. hat regelmäßige, breite Straßen, zahlreiche öffentliche Gebäude und stattliche Geschäftshäuser. Fünf Eisenbahnen treffen hier zusammen: die Kansas-Pacific, die D.Pacific, die Colorado-Central, die Boulder-Valley und D. und Rio Grande. D. ist der Mittelpunkt des Handels für den ganzen Bergwerksbezirk, hat bereits eine Wasserleitung, Kanalisation (seit 1881) und Gasbeleuchtung, eine Zweigmünze der Vereinigten Staaten, mehrere Kirchen, Zeitungen und Banken, ein Theater und eine Bibliothek.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 57Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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