Derb nennt man ein Mineralvorkommen ungefähr von Haselnußdicke oder größerm Umfange, welches, nach allen drei Dimensionen ziemlich gleichmäßig entwickelt, innerhalb einer fremdartigen Masse eingewachsen ist, und selbst ein Aggregat unregelmäßig gestalteter, durch gegenseitige Hemmung verzerrt ausgebildeter kleiner Individuen darstellt. Ist die Größe eine geringere, so spricht man von einem eingesprengten Vorkommnis. Als derb ban Ma man aber auch oft jedes, von einer größern Masse abgeschlagene und aus Individuen derselben Art bestehende Stück Mineral.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 67Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei