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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Basalt, m., frz. basalte, m., lave f. compacté, engl. basalt, basaltes, Sänlenstein, Eisenmarmor, fälschlich auch Trapp (Miner.). Vulkanisches Gestein von bläulich- oder graulichschwarzer, selten in's Grünliche od. Röthliche übergehender Farbe. Der B. (spez. Gew. -2,se) ist ein scheinbar gleichartiges Gemenge aus Augit, Labrador mit dafür besecharakteristischem Olivin u. Magneteisenstein, weshalb er auf den Magnet einwirkt. Meist ist er sehr dicht u. hart, erscheint jed. porphyrartig, wenn der Augit in deutlich ausgeprägten Krystallen auftritt. Bruch unvollkommen muschelig, ins Feinsplitterige, Unebene bis Erdige übergehend. Als zufällige Bestandtheile führt der B. in blasenförmigen Räumen oft eine große Zahl von Mineralien, unter denen Olivin, Zeolith, Kalkspat, Aragonit am häufigsten, Hornblende, Glimmer etc. seltener vorkommen. Der B. erscheint in den verschiedensten Zuständen der Verschlackung u. bildet theils mehrodminderzusammenhängende Berge, theils nur Bergkuppen und Lager; doch kommt er auch auf Gängen, Flötzen und nesterweise vor. Die Basaltgebirge zeigen regelmäßige, prismatische, seltener kegelförmige, oben abgeplattete Formen. In den meisten Fällen bestehen solche Gebirge aus mehr od. weniger regelmäßigen Schichtungen oder Anhäufungen annähernd prismatischer Bruchstücke, sogen. Säulen, die ohne weiteres zu Gitterpfeilern, Prellsteinen u. s. w. Verwendung finden können; diese Säulen sind bisweilen ganz scharfkantig und haben 5, 6, 7, seltener nur 3 od. 4 Seiten; je dünner diese Prismen sind, je härter ist der Stein. Die Länge derselben variirtzwischen ,Y 10m. Ihre Endflächen sind meist eben, zeigen jedoch manchmal auch sphäroidische Ansätze, denen entsprechend dann Vertiefungen in der Anfangsfläche der nächsten Säule sich befinden. Der säulenförmige B. ist am dauerhaftesten, der in mächtigen Schichten unten liegende am wenigsten zu verwenden, schon weil das Brechen desselben mit zu großen Schwierigkeiten verbunden ist. In der Mitte eines Basaltberges kommt gewöhnlich der festeste B. mit kleinen Poren vor, welcher zu Mühlsteinen verarbeitet werden kann. Oben wird der B. infolge der Verwitterung häufig mürbe und erdig. Die B.-Säulen zeigen sehr häufig eine ähnliche Verschiedenheit ihrer inneren Beschaffenheit, indem nach innen hin der festeste, klingende Stein sich noch findet, während die äußerste Rinde schon anfängt zu verwittern und zu zerfallen. Infolge Einflusses der Temperaturwechsel, des Wetters etc. sind die säulenförmigen Absonderungsstücke sehr häufig in ihrer Länge nicht mehr zusammenhängend, sondern bestehen aus einzelnen kugelförmigen Stücken (Kugelbasalt), die oft schnurenförmig lange Berge durchziehen. Der B. ist je nach dem Grad des Schmelzens, dem die Masse unterlegen hat, der Verwitterung unterworfen u.zerfällt zunächst in wackenartige Stücke, zuletzt bleibt Basaltthon. Im ganzen ist der schwarze, klingende B. ein sehr festes Gestein. Der dichte B. zieht Dünste an sich und verdichtet diese zu Tropfen, so daß er selten trocken erscheint. Er ist schon aus diesem Grund als Mauerstein nur zu Fundament- u. Futtermauern verwendbar, dabei schwer zu verarbeiten u. mit Mörtel beinahe gar nicht zu verbinden. Den größten Werth hat der B.als Pflasterstein, bes. der Säulenbasalt, welcher sich mit dem flachen Hammer in regelmäßige Blöcke sprengen läßt und die größte Dauer von allen natürlichen Steinen hat. Als Zuschlag zum Mörtel ist Pulver von gebranntem B. zu empfehlen, indem es dem Mörtel eine vorzügliche Festigkeit ertheilt. Auch dient der B. zu Herstellung des B.-Glases (s. d.), als Zusatz beim Eisenschmelzen, zu Mörsern, Reibschalen, Probirsteinen etc. Verschlackter Basalt, auch Erdschlacke, rheinischer Mühlstein oder Lungenstein gen., ein rauhes, blasiges, vulkanisches Gestein, kommt bald glasig, bald in der äußern Form den Eisenschlacken ähnlich, bald in dichten B. übergehend, oft sehr fest, dann wieder locker u. erdig vor. In manchen Gegenden findet sich der verschlackte B. in bedeutender Tiefe so mächtig gelagert und dabei in mächtige Massen zerklüftet, daß er bergmännisch zu Mühlsteinen gebrochen wird. Diese Steine sind so fest, daß sie dem löcherigen Quarz vorgezogen werden. Als Baustein ist er im Wetter unvergänglich, dabei ungemein fest, u. geht mit dem Mörtel die innigste Verbindung ein. J. aaneere f. (basalt. Hornblende, f., frz. basaltine, f., Miner.), eine schwarzblättrige Abänderung des Amphibols.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 265Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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