FeedDesfontaines (René Louiche)
HeilkundeBrockhaus 1882

Desfontaines (René Louiche), franz. Botaniker, geb. 14. Febr. 1750 zu Tremblay im Depart. Ille-et-Vilaine, studierte zu Paris Medizin, unternahm 1783 - 86 botan. Forschungsreisen in den Küstenländern Nordafrikas und wurde später Professor am Jardin des Plantes zu Paris. Er starb 16. Nov. 1833 zu Paris. Von seinen Schriften sind besonders hervorzuheben: Elora atlantica sive historia plantarum quae in Atlante, agro Tunetano et Algeriensi crescunto (2 Bde., Par. 1798 — 1800), Voyage dans les régences de Tunis et d'Algero (nach dem Tode des Verfassers erschienen Par. 1838). Desfontaines-Lavallée (Guillaume Francois), eigentlich Fouques des Hayes, franz. Dramatiker, geb. zu Laen 1733, war vor 1789 königl. Censor, dann Bibliothekar und Sekretär des Grafen von Provence. Er verfaßte viele jetzt in Vergessenheit geratene Lieder und eine große Anzahl amüsanter Vaudevilles und Lustspiele, entweder allein oder in Gemeinschaft mit Barré und Radet; (1792), Arlequin afficheuro (1792), ein Stück, welches einen ungemeinen Erfolg hatte, «Le divieux épouxo (1794), (Monsieur Guillaume ou le voyageur inconnus (1800) u. s. w. D. war auch Mitarbeiter der Nouvelle bibliothéque des romansv. Er starb 21. Nov. 1825.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 82Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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