FeedDuval (Alexandre)
GeschichteBrockhaus 1882

Duval (Alexandre), franz. Theaterdichter, geb. 6. April 1767 in Rennes, machte im Seedienste den amerik. Krieg mit und wurde später als Ingenieurgeograph bei dem Kanalbau von Dieppe verwendet, worauf er sich der Baukunst widmete. Als die Revolution ihn aus dieser Laufbahn riß, führte ihn seine Neigung (1791) auf die Bühne. Als Freiwilliger machte er sodann die ersten Feldzüge des Revolutionskriegs mit. Nachdem er hierauf noch einige Jahre Mitglied des Theätre frangais gewesen war, widmete er sich ganz der Litteratur und gehörte zu den Lustspieldichtern, welche unter dem ersten Kaiserreich am meisten in Mode waren. Er wurde 1812 Mitglied der Französischen Akademie und 1830 vom Minister Montalivet zum Konservateur der Bibliothek des Arsenals ernannt. Er starb 10. Jan. 1842 zu Paris. Eine Sammlung seiner Schriften erschien schon 1822—23 (9 Bde., Par.). gen, ein ausgezeichneter franz. Gelehrter, wurde 28. Jan. 1760 zu Rennes geboren, studierte die Rechte und trat schon im 20. Jahre mit Auszeichnung als Redner im Parlament von Bretagne auf, widmete sich später dem diplomatischen Fache und wurde 1785 Gesandtschaftssekretär in Neapel. In Neapel sammelte er reichen Stoff zu einem Werke über die Altertumskunde. Als er 1792 in Rom war, erhielt er durch Basseville, den damaligen Gesandten der franz. Republik, die Stelle eines Sekretärs, wendete sich aber bald nachher gelehrten Arbeiten zu und begann mit Chamfort, Ginguené, Say u. a. die Décade philosophiquev, welche Zeitschrift 1807 mit dem «Mercure de Franced vereinigt wurde, den D. bis 1816 herausab. Schon unter dem Direktorium wurde er Bureauchef für Wissenschaft und Kunst im Ministerium des Innern, 1811 Mitglied des Instituts. Erstere Stelle verlor er 1815; doch blieb er Mitlied der Akademie der Inschriften. Er starb zu Paris 12. Nov. 1838. Seine Schrift Des sépultures chez les anciens et les moderneso wurde mit dem Preise gekrönt. Er gab den Text zu Denons Monuments des arts du dessin chez les peuples tant anciens que modernes« (4 Bde.), zu Baltards Paris et ses monumentso (3 Bde.) und zu Moisys Fontaines de Paris, anciennes et nouvelleso (1813), besorgte die Ausgaben des Montaigne (1820) und Scarron (1821) und war Mitarbeiter an der Histoire littéraire de la Francen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 680Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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