Dickgroschen nannte man urs prünglich die ersten zweilötigen deutschen Silbermünzen, welche der Erzherzog von Osterreich seit 1484 in Tirol ausgeben ließ und die im Werte den Goldgulden gleichgestellt wurden, weshalb sie auch Güldengroschen hießen. Sie waren von ganz feinem Silber und gingen acht Stück auf die Kölnische Mark. Das Gepräge der Vorderseite stellt den Erzherzog entweder in ganzer Figur mit der Krone bedeckt und zwei Schilder zu beiden Seiten haltend oder im Brustbild mit Scepter und Schwert dar, das der Rückseite zeigt einen Ritter auf einem Turnierpferde im vollen Laufe mit fliegender Fahne. Diese Dick- oder Güldengroschen waren die Vorläufer der eigentlichen Thaler, durch welche sie aber schon Anfang des 16. Jahrh. ganz verdrängt wurden.