Didodekaäder oder dihexagonale Pyramide, eine dem hexagonalen System angehörige, von 24 ungleichseitigen Dreiecken umschlossene Krystallgestalt, deren Mittelkanten in einer Ebene liegen und ein Dihexagon (d. ein gleichseitiges, aber nur abwechselnd gleichwinkeliges Zwölfeck) bilden. Sie besitzt 12 längere schärfere und 12 kürzere stumpfere Polkanten sowie 12 gleiche Mittelkanten: die Ecken sind gleichfalls dreierlei; 2 Polecken sowie 6 spitzere und 6 stumpfere Mittelecken. Man hat diese Gestalt wohl nie selbständig, immer nur in Kombination mit andern hexagonalen Formen beobachtet, z. B. beim Apatit, Beryll.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 317Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei