Dignano (spr. Dinjäno, das röm. Attinianum), Stadt im Gerichtsbezirke D. der Bezirkshauptmannschaft Pola in Istrien, liegt auf einer ausgebreiteten Hochfläche, die vom Meere —— ansteigt, an der Istrianer Staatsbahn Divacca-Pola, zählt (1880) 5315 (als Gemeinde 11345) E. ital. und slaw. Zunge, die neben den städtischen Gewerben Wein⸗ und Feldbau treiben. Auch besteht hier seit 1856 eine Anstalt für Seidenzucht. Der sog. Rosenwein in der Umgebung zählt zu den besten istrian. Weinen. Die Stadtkirche ist ein interessanter Bau aus dem 18. Jahrh. nach dem Muster von San-Pietro di Castello in Venedig. Die beiden ehemaligen Mönchsklöster sind in Kasernen umgewandelt. Die gesunde Lage der Stadt hat die Erbauung eines Spitals für die österr. Marine, besonders für Fieberkranke aus Pola, zur Folge gehabt. Digne (das röm. Dinia), Hauptstadt des franz. Depart. Niederalpen in der Provence, 750 km im SO. von Paris, in 590 m Höhe, in einem wilden, zerrissenen Alpenthale, welches nur in den nächsten Umgebungen der Stadt angebaut, mit Obstgärten und niedlichen Landhäusern (Bastiden) besetzt ist, liegt, unregelmäßig gebaut, mit engen, Inertenn un Straßen, von mit Türmen flankierten Mauern umgeben, am linken Ufer der reißenden Bleonne, die oft das ganze Thal überschwemmt und in die Durance fällt, und ist durch Zweigbahn nach St.⸗Auban mit der franz. Mittelmeerbahn verbunden. Den Meßplatz ziert eine Statue Gassendis, nach welchem auch ein Boulevard benannt ist. Eine neue Brücke führt über den Fluß. D. ist der Sitz der Departementalbehörden, eines Tribunals erster Instanz und eines Bischofs, hat ein Kommunal-Colleége, ein theol. Seminar, ein Lehrerinnenseminar, eine d72226. die han und (1876) 5540, als Gemeinde 7222 CE., die hauptsächlich Färbereien, Tuch- und Hutmanufakturen unterhalten, bedeutenden Handel mit gedörrten und eingemachten Früchten, namentlich mit entkernten Pflaumen und Pistazien, sowie mit Wein, Honig, Wachs, Ziegenfellen, Tuchen, Makkaroni, Gips, Marmorwaren und Messern treiben und auch aus dem Besuche der benachbarten warmen Schwefelbäder (neun Quellen von 25—45 C.) Erwerb ziehen. — D. (mittellat. wie bei den Römern Dinia, auch Digna, im Pagus Diniensis oder Dignensis) gehörte 477-500 den Westgoten, 500—510 den Burgundern, 510—536 den Ostgoten, 536 —880 dem Fränkischen Reich, kam 880 an das neue Arelatische, 1032 an das Deutsche Reich, gehörte später zur Grafschaft Provence und gelangte 1481 unmittelbar unter die seine Rroll reichs. Napoleon I. erließ von D. aus seine Proklamation vom 4. März 1815. In der Umgegend sind der 1153 m hohe Berg Cheval-Blanc, das schöne Schloß Deßen Wein der Flecken Les Mees bemerkenswert, dessen Wein einen champagnerartigen Geschmack hat. ignitäre (neulat.) heißen insbesondere die Inhaber von angesehenen Hof⸗ und Kirchenstellen. Nach kanonischem Rechte heißen die Kapitelsämter, mit denen Ehrenvorrang und Regierungsgewalt verbunden ist, Dignitäten, im Gegensatz zu den 906 onaten (bloß mit Ehrenvorrang) und den Officia Hn beides). D. waren auch die Großmeister und Komture der geistlichen Ritterorden und die Würdenträger an den ebenfalls mit der Kirche zusammenhängenden Universitäten.