Disciplin (lat.), im allgemeinen ein System von Maßregeln, durch welche das Verhalten einer zu einem Ganzen vereinigten Anzahl Personen an gewisse Ordnungen und Schranken ½½5 wird; als Schuldisciplin ein wichtiger Teil der Erziehung. Im kirchlichen Sinne wird die D. der Doktrin oder den Glaubenslehren und dem Unterrichte in denselben entgegengesetzt und begreift die Kirchenzucht, d. i. die Aufsicht über die Kirchenglieder, in Beziehung au Rlungen 0 oder auch auf religionswidrige Handlungen. Mannszucht oder D. bezeichnet im Militärwesen die Gewöhnung der Soldaten zum unbedingten Gehorsam. Ferner versteht man unter D. die einzelnen Fächer einer Wissenschaft, des Unterrichts u. s. w.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 388Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei