Dowu, die östlichste Grafschaft der irländ. Provinz Ulster, zwischen den Grafschaften Louth, Armagh, Antrim und der Irischen See, welche mit einem Arme, dem Lough Strangford, tief in das Land eindringt und mit den Baien von Carlingford und Belfast die Süd⸗ und Nordgrenze und im SO. die Dundrumbai bildet. Der Newry fließt gegen S. in die Bai von nöser Moab⸗ der Bann gegen N. in den großen Landsee Neagh; beide sind durch einen Kanal miteinander sowie der in die Bai von Belfast mündende Lagan durch einen zweiten mit dem Neaghsee verbunden. Die Küsten sind meist flach. Der größte Teil der Grafschaft ist ein fruchtbares Hügelland, nur im SW. erhebt sich die kahle Granitkette der Mourneberge, deren höchster Gipfel, der Slieve-Donard, 860 m hoch ist. (Sliebh heißt Bergkette; der heil. Donard, irisch Dom-hanghard, war der Sohn eines Königs von Ulster und ein Schüler des heil. Patrick, später Bischof von Maghera, am Fuße des Bergs, auf welchem er mab eine Kapelle baute.) Das Klima zeigt sich gemäßigt und gesund. Man baut wenig Roggen, viel Gerste und Kartoffeln, namentlich aber überall Flachs, dessen Verarbeitung die Hauptbeschäftigung bildet. Außer dem Landbau sind Nahrungszweige: Vieh⸗, besonders Schafzucht, Fischerei, etwas Bergbau auf Kupfer, Blei und Silber, und Leinweberei. Der Ausfuhrhandel beruht auf Produkten der Viehzucht, Gerste, Heringen, Leinwand und Topf-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. V. waren. Die Grafschaft zerfällt in acht Baronien und umfaßt 2471,5 qkm mit (1881) 269 927 C. . 299866 E. von 1861). Die Grafschaft schickt zwei, die Hauptstadt einen Abgeordneten ins Parlament. Hauptort ist Downpatrik (s. d.).