FeedDrömt
ErdkundeBrockhaus 1882

Drömt, 1) ein älteres Feldmaß auf der schlesw. Insel Femern (Fehmarn) von 12 Scheffeln Saat zu gewöhnlich und durchschnittlich 36 Quadratruten (zu 256 Quadratfuß), also von 432 schlesw.⸗ holstein. Quadratruten oder alten hamburger Quadrat-Geestruten 90,82 a. Der Scheffel Saat variierte aber zwischen 28 und 50 und dem entsprechend auch das D. 2) Ein früheres großes Getreidemaß in beiden Mecklenburg, bis Ende 1871 (Einführung des jetzigen deutschen Maßes) in Gebrauch gewesen: a) in Mecklenburg-Schwerin gesetzliches Maß von 12 Scheffeln oder ½ Last = in Parchim, Grabow und Dömitz aber galt das große oder parchimer D. von 12 parchimer oder alten berliner Scheffeln 6,5673 hl, und in Wismar das D. von 12 wismarschen Scheffeln = 4,594 hl; b) in Mecklenburg-Strelitz hatte das D. 12½ Scheffel und der Scheffel war der parchimer oder alte berliner, sodaß das D. = 6,841 hl; bei Hafer aber (durch 1 Scheffel Zugabe) hatte es 13½ Scheffel 7,388 hl. 3) Ein älteres, bis Ende 1871 üblich gewesenes Getreidemaß zweierlei Art in Lübeck von 3 t, 12 Scheffeln oder ½ Last: a) Roggen- und Weizendrömt (auch für Gerste und Erbsen) 4,163 hl; b) Haferdrömt (auf dem Markt für alle Früchte) 4,½42 hl. 4) Ein älteres, bis um 1830 im Gebrauch gewesenes Getreidemaß zweierlei Art in Neuvorpommern (Stralsund u. s. w.) von 4 t, 12 Scheffeln oder ½ Last: a) Roggen⸗ und Weizendrömt = 5,161 hl; b) Haferdrömt = 5, sss hl. Dieses Maß kam auch im übrigen Pommern vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 568Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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