Dschulfa, armenisch Dschuga, türkisch Dschulacha, Dorf in Transkaukasien, im russ. Gouvernement Eriwan, 25 km im SoO. von Nachitschewan, am Zusammenfluß des Aras und des Alindscha-Tschai, auf der Straße von Persien nach Tiflis, ein sehr alter armen. Ort mit nur wenigen Bewohnern, zählte einst über 8000 Familien und hatte 24, jetzt in Trümmern liegende Kirchen. Als Schah Abbas 1605 Armenien eroberte, zwang er einen Teil der Bewohnerschaft, nach Persien überenten il Unter den hier von ihnen gegründeten Koonien ist die bedeutendste Neu-Dsi chulf a, durch eine wohlerhaltene Brücke mit Ispahan verbunden, jetzt mit etwa 2000 E. ö
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 596Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei