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AllerleiBrockhaus 1882

Dumont d'Urville (Jules Sebastien Cesar), franz. Kontreadmiral, bekannt als Weltumsegler, eb. 23. Mai 1790 zu Conds-sur-Noireau im epart. Calvados, trat als Schiffsfähnrich in die franz. Marine und nahm in den J. 1819 und 1820 teil an der Expedition unter dem Kapitän Gauthier nach den Küsten des Archipels und des Schwarzen Meers. Hierauf machte er 1822 unter dem Kapitän Duperrey mit der Korvette La Coquille seine erste Reise um die Welt. Bei einer zweiten auf dem Astrolabe 1826 —29 und einer dritten auf der Zelée 1834 führte er das Kommando selbst. Zweimal litt D. Schiffbruch, an den Tongainseln, dann in der Torresstraße; doch beidemal rettete ihn seine Entschlossenheit und seine seemännische Gewandtheit. Große Verdienste hat sich D. durch die Aufsuchung der Spuren Lapeyrouses, die Aufnahme großer Kustenstrecken von Neuseeland und Neuguinea, die Entdeckung zahlreicher Inseln und antarktischer Länder, sowie die Durchforschung der Torresstraße und der Cookstraße erworben. Desgleichen trug er viel bei zur Bereicherung der allgemeinen Sprachkunde wie zur Erweiterung der oceanischen Naturgeschichte, weshalb ihn auch die Geographische Gesellschaft in Paris zu ihrem Präsidenten ernannte. Die Berichte über seine Entdeckungsreisen veröffentlichte er in den beiden Prachtwerken: «Voyage d'Astrolabe (12 Bde. Text und 6 Abteil. Atlas, Par. 1830 — 39; der histor. Bericht allein, 5 Bde., Par. 1832 - 33) und „(Voyage au poôle sud et dans l'Océanier (23 Bde. Text und 6 Abteil. Atlas, Par. 1841—54; deutsch, 6 Bde., Darmst. 1841 — 48). D. verlor nebst Gattin und Sohn das Leben bei dem Unfall auf der Paris-Versailler Eisenbahn 8. Mai 1842, nachdem er 1840 zum Kontreadmiral ernannt worden war. Im J. 1844 wurde ihm in seiner Vaterstadt ein Denkmal errichtet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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