Dumont (Augustin Alexandre), franz. Bildhauer, geb. in Paris 14. Aug. 1801, erhielt den ersten Unterricht in seiner Kunst von seinem Vater, trat dann bei Cartelliers in die Lehre und erhielt 1823 den großen Bildhauerpreis. Nach sechsjährigem Aufenthalt in Rom kehrte er 1830 nach Paris zurück, wo 1 seine Arbeiten bald zu einem angesehenen Künstler machten. Die Werke aus seiner ersten Zeit sind nicht frei von dem Einfluß Canovas, vereinigen jedoch mit dem Bestreben nach dem Glatten und Huerlichen meist ein genaueres Naturstudium. Interessante Belege dafür liefern: die Seelenpein der Liebe, personifiziert als Amor, welcher einen Schmetterling über einer brennenden Fackel hält, und die junge Frau, die ihren Kopfputz zurechtmacht, zwei hübsche, zart earbeitete Marmorstatuen (beide im Museum des Luxembourg). Gründliches Wissen und kräftige Auffassung in Verbindung mit einer rüstigen, durch viele Üübung und Erfahrung gestärkten Meister⸗ —9 machen 5 an Dis spätern Arbeiten bemerkich. Dahin gehören: die Marmorstatue von A. von Humboldt im histor. Museum zu Versailles, die dekorativen Skulpturen des Pavillon Lesdiuieres im Neuen Louvre zu Paris, und ebendaselbst drei kolossale Bronzestatuen, nämlich der sich emporschwingende Genius der Freiheit, oben auf der Julisäule, in der Mitte des Bastilleplatzes; der Herzog Eugen von Leuchtenberg, auf dem Boulevard du Prince-Eugene, jetzt Boulevard Voltaire benannt nach der Bronzestatue, welche das Standbild des Prinzen von seinem Postament verdrängt hat; und Napoleon I., im röm. Feldherrnkostüm, der 16. Mai 1871 zugleich mit der Vendömesäule, worauf er stand, umgestürzt und sehr beschädigt, seitdem aber restauriert und 26. Dez. 1875 auf die neu hergestellte Säule wieder hinaufgesetzt wurde. D. wurde 1838 Mitglied des Instituts und 1852 Lehrer an der Ecole des beaux-arts.