Eicheln zur Bereitung von Gesundheitskaffee, für strofulöse, rhachitische oder schlecht genährte Kinder, bleichsüchtige Mädchen und als Mittel gegen chronische Diarrhöen, die gerösteten Eicheln mehrerer orient. Arten in Vermischung mit Zucker, Gewürz, Stärkemehl u. s. w. unter dem Namen Raccahout als stärkendes Ernährungsmittel zur Bereitung von Suppen und Getränken u. s. w.). In Norwegen verbäckt man gemahlene Eicheln mit Mehl gemengt zu Brot; das in Zeiten der Hungersnot auch in Deutschland aus Eichelmehl zubereitete Brot soll Krankheiten erregt haben. Die E. haben von jeher bei allen Völkern, so schon im grauen Altertum bei den Persern und Israeliten, in hohem Ansehen gestanden; bei den Griechen und Römern waren sie dem Jupiter geheiligt. Bei den Kelten spielte namentlich die auf E. schmarotzende Mistel . d.) in der Heilkunde der Druiden eine hervorragende Rolle. In Eichenhainen verehrten bekanntlich auch unsere heidnischen Vorfahren ihre Götter; desgleichen dienten Eichenhaine den alten Deutschen als Versammlungsorte bei gemeinschaftlichen Beratungen, eine Sitte, welche erst durch das Christentum verdrängt wurde. Vgl. Kotschy, «Die E. Europas und des Orientso (Olmütz 1862, mit 50 kolorierten Kupfertafeln).