Eimer (in der ältern Sprache einpar, eimber, zusammengesetzt aus dem Zahlwort ein und dem althochdeutschen péran, also ursprünglich ein Gefäß, das man mit einer Hand trägt) war der Name eines bis Ende 1871 üblich gewesenen größern Flüssigkeitsmaßes in Deutschland, dessen Größe jedoch in den verschiedenen Staaten sehr abweichend war, eines bis Ende 1875 im Gebrauch gewesenen Maßes in Ssterreich-Ungarn und eines frühern ebensolchen Maßes in mehrern schweizer Kantonen. In Preußen enthielt der E. 60 Quart = 68,/702 l, in Sachsen 72 Kannen ⸗ 67,263 J; der österreichische oder wiener E. hatte 40 wiener Maß und war = 56,589 l; der ungar. oder preßburger E. (lat. Urna) hatte 64 preßburger Halbe und war = 54,1371 1U(im ödenburger Regierungsbezirk kam zunächst der ödenburger E. oder Akd von 84 preßburger Halben vor, außerdem aber auch noch Eimermaße zu 64, zu 94 und zu 100 preßburger Halben; im biharer Komitat waren zwei abweichende Eimermaße, der große und der kleine Cseber oder Tseber, im Gebrauch).